Vom E-Virus infiziert

Das Radeln mit Elektroantrieb – lange Zeit unter Radsportlern verpönt – hat gerade bei den Mountainbikes einen wahren Siegeszug angetreten. Auch wir wurden im Sommer 2017 vom E-Bike-Virus infiziert und haben uns zwei Pedelecs der Marke Haibike gekauft.

Bereits im vergangenen Jahr haben wir uns intensiv mit dem Thema E-Bike befasst und sind zu dem Entschluss gekommen, erst bei der nächsten Neuanschaffung eines Rades mit dem Trend zu gehen. Dass es dann doch anders kam, waren erste Probefahrten im Frühjahr 2017.

Links das Haibike Sduro Hardseven 5.5, daneben das Hardlife 6.0.

Ausgewählt habe ich mir ein Haibike Hardlife 6.0 mit 500 Wh-Akku. Jürgen ein Haibike Sduro Hardseven 5.5, ebenfalls mit 500er-Akku. Voller Begeisterung haben wir die Räder kurzerhand im Juli gekauft – und diesen Schritt bis heute nicht bereut.

Trotz E-Antrieb mit 250 Watt Leistung ist das Radeln immer noch auf einem sportlichen Niveau geblieben. Zweifellos gestiegen ist der Spaßfaktor. So lassen sich mit den verschiedenen Fahrmodi Eco plus, Eco, Standard und High, je nach Lust und Tagesform die entsprechenden Unterstützungen von den Yamaha-Motoren abrufen. Ein Pluspunkt, da sich gerade bei längeren Etappen mit vielen Steigungen die Konditionen nicht immer die Waage halten.

Die Kaufentscheidung für Haibike fiel vor allem durch den tollen Rahmen, hergestellt im Hydroforming-Verfahren, sowie dem sehr leisen aber starken  Yamaha-Motor mit 80 Nm Drehmoment und zwei Kettenblättern.

Zwei Kettenblätter ermöglichen ein sportliches Fahren.

In Verbindung mit den zehn Ritzeln bietet sich so eine große Bandbreite an Übersetzungen für sportliches Fahren. Mit 27,5-Zoll-Bereifung von Schwalbe ist man auf der Straße wie auch im Gelände gut unterwegs. Insbesondere das Damenmodell Hardlife 6.0 bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ausgestattet mit Shimano XT-Schaltwerk, RockShox-Gabel und Magura-Bremsen befindet sich das Rad schon fast im High-End-Bereich.

Haibike Sduro Hardseven 5.5. Gute Ausstattung mit Suntour-Air-Gabel und 500 Wh-Akku.

Den 500 Wh-Akkus geschuldet werden unsere Touren zusehends länger. Mit einer Reichweite von über 100 Kilometer ist etwa der Auerberg zu einer unserer Lieblingsroute avanciert. Von Kaufering nach Igling, über Schwabsoien und Schwabbruck führt die Strecke nach Ingenried.

Dort erwartet uns die erste große Steigung mit 10 Prozent. Früher hieß es für mich manchmal in der Mitte absteigen und schieben. Heute geht es im Standard-Modus und einer Trittfrequenz von 70 Umdrehungen nach oben.

Dort führt uns der Weg weiter nach Rettenbach. Belohnt werden wir immer wieder mit einem tollen Ausblick auf die Allgäuer Berge.

Kurzer Stopp in Frankau. Das Künstlerhaus im Hintergrund verzaubert mit seinen verspielten Details.
10 Prozent Anstieg von Ingenried nach Krottenhill. Im Standard-Modus geht es zügig nach oben.

Weiter geht es nach Remnatsried direkt auf den Auerberg. Geschafft. Nach rund 60 Kilometern hat der Akku noch eine Restkapazität von knapp über 50 Prozent. Und auch mein innerer Akku hat noch genügend Leistung, ohne dass ich total erschöpft wäre.

Im Hintergrund der Auerberg. Nach Remnatsried geht es noch einmal steil bergauf.
Nach rund 55 Kilometer und zahlreichen Anstiegen auf dem Weg zum Auerberg hat der Akku noch über 50 Prozent Kapazität.

Fazit: Das Radeln mit E-Antrieb ist sportlich und nicht langweilig. Obendrein erweitert es den Aktionsradius um ein Vielfaches, da so manche Steigungen ihren Schrecken verlieren.

www.haibike.com