Perlen der Adria

Kroatien ist in den vergangenen Jahren zum Top-Urlaubsziel an der Adria avanciert und hat Italien fast den Rang abgelaufen. Von Rijeka bis Dubrovnik bietet dieses Land nicht nur Badefreuden in kristallklarem Wasser, sondern überrascht seine Besucher auch kulturell mit Sehenswürdigkeiten und idyllischen Städtchen. Zwei Perlen der Adria sind beispielsweise die kleinen Orte Orebic und Loviste. Dort lässt es sich vortrefflich Entspannen und den Alltagsstress vergessen.

Eine Reise nach Kroatien, beziehungsweise dem früheren Jugoslawien, war vor über 20 Jahren noch eine Herausforderung. Teils auf dem berüchtigten Autoput und dann durch das Landesinnere hinunter nach Mostar, galt es so manche Hürde und Schlaglöcher zu überwinden. Heute ist alles ganz anders. Man reist bequem mit dem Flugzeug oder über ein perfektes Autobahnnetz zu seinem Urlaubsdomizil an.

Ende August 2014 stand der Besuch unserer alten Freunde in Orebic in unserem Urlaubskalender. Über die Autobahn von München, Villach, Ljubljana, Zagreb führte uns unser Weg direkt nach Ploce ans Ende der A1. Von dort geht es von Ploce mit der Autofähre nach Trpanj auf die Halbinsel Peljesac. Die rund einstündige Fahrt mit dem Schiff sollte sich keiner entgehen lassen. Mit Blick nach Süden zeigen sich die berühmten Muschelzuchten bei Ston und die Kulissen der Berge mit der alten Stadtmauer.

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Rund 20 Minuten beträgt die Fahrtzeit von Trpanj nach Orebic. Am Fuße des 961 Meter hohen Berges Sveti Ilija gelegen, präsentiert sich das kleine Hafenstädtchen von seiner Sonnenseite. Direkt gegenüber und in Sichtweite befindet sich die Insel Korcula. Dieser von einer Stadtmauer umgebene Ort zählt zu den Highlights der touristischen Ziele vieler Urlauber und zahlreicher Kreuzfahrtschiffe, die im Kanal zwischen Peljesac und der Insel gerne ankern. Auf der Südseite bei Lumbarda gibt es sogar Sandstrände am Fuße der Weinberge.

Doch widmen wir uns zuerst Orebic. Das malerische Städtchen war im 19. Jahrhundert die Heimat und Geburtsstätte vieler Kapitäne und der Sitz der namhaften Reederei Associazione Marittima di Sabioncello. Auch unser leider viel zu früh verstorbener Freund Ante Bufalica war ein bekannter Kapitän, der seine Wurzeln in Orebic hatte und in Hamburg lebte. Heute erinnert ein Seefahrtsmuseum an diese Zeit der Seeleute, die weltweit unterwegs waren.

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Das Wahrzeichen von Orebic ist ein im 15. Jahrhundert erbautes Franziskanerkloster mit der Kirche Madonna der Engel, das oberhalb des Ortes liegt. Ein Ausflug dorthin lohnt sich allemal, da sich von dort oben auf etwa 200 Meter Höhe ein beeindruckender Ausblick bietet.

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Am Ende der Insel Peljesac befindet sich der sehr kleine Ort Loviste. Die Durchfahrt mit dem Auto ist verboten – und das ist gut so. Denn hier bietet sich dem Urlauber eine Mischung aus Karibik und Fischerdorf.

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Zum Träumen schön. Zwischen Palmen und Hafenmauer findet sich immer ein ruhiges Plätzchen zum Verweilen und Baden oder Schnorcheln in der sandigen Bucht. Ein Tipp ist die Konoba Barsa. Hier gibt es ausschließlich Fischgerichte.

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Besitzer Gordan Matijasevic und seine Frau zelebrieren in ihrem Restaurant direkt am Meer kulinarische Genüsse der Extraklasse.

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ćemo se ponovno sresti Orebic!

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