Panoramawandern im Pfaffenwinkel

Wer traumhafte Ausblicke und ruhige Wanderungen ohne großen Trubel mag, der landet irgendwann in Böbing. Das schön gelegene oberbayerische Dorf im hügeligen Alpenvorland ist der ideale Ausgangspunkt für zahlreiche Touren wie etwa zum Schnalzgipfel oder das Ammertal.

Blick vom Schnalzgipfel auf Böbing.

Nach einem langen und schneereichen Winter machen wir uns Anfang April 2019 einmal mehr auf den Weg nach Böbing. Stressfreies Wandern ohne viele Höhenmeter zu machen ist angesagt. „Allein auf Traumpfaden wandeln“, könnte das Motto lauten. Denn hier rund um Böbing ist alles beschaulicher – ruhiger eben.

759 Meter: In Holzleithen sind die Wege bestens ausgeschildert.

Endlich liegen die Wiesen wieder im satten Grün vor uns und die ersten Kühe werden auf die Weiden getrieben. Die herrliche Landschaft, geprägt von Wiesen, Wäldern und Seen und die reine Luft hier im Alpenvorland laden zum Verweilen ein.

Rastplatz unterhalb dem Schnalzgipfel.

Wir haben uns heute den Schnalz-Panorama-Weg vorgenommen und starten Richtung Norden zum Weiler Holzleithen. Eingerahmt von einigen Bauernhöfen führt ein Stück weit eine geteerte Straße hinauf zum Schnalz-Gipfel auf rund 900 Meter. Etwa 300 Höhenmeter gilt es zu bewältigen, bis sich oben am Waldrand der Weg teilt. Wir wählen den Forstweg zur Aussicht Ammerleite. Nach wenigen hundert Metern führt uns der Ausflug hinein in den Wald auf einen wurzligen Pfad zum Aussichtspunkt. Belohnt werden wir mit einem wunderschönen Blick Richtung Nordwesten auf Peiting.

Ausblick Ammerleite.

Vom Aussichtspunkt führt ein steiler mit Wurzeln durchzogener Weg hin zu einem Treppenpfad hinunter ins Ammertal. Einfach den Schildern folgend geht es zum Kalkofensteg an der Ammer. Wir haben diese Route in diesem Jahr schon einmal gemacht und lassen es heute bewusst ruhiger angehen.

Pfad zum Aussichtspunkt Ammerleite.

„Festes Schuhwerk erforderlich“ steht mahnend auf den Wegweisern – und wir wissen inzwischen, dass dies keine leeren Worthülsen sind, sondern ernst gemeinte Warnungen. Ab hier ist es rutschig und stellenweise sehr steil. Auf einem unserer Ausflüge haben wir uns einmal oberhalb des Kalkofenstegs hinreißen lassen und sind direkt Richtung Süden entlang dem Hochufer nach Holzleiten gewandert. Wir hätten besser den Hinweis auf dem Schild ernst nehmen sollen: „Weg z.T. sehr schlecht begehbar“. Was folgte war eine 3,5 km lange Tortur nach Holzleithen. Einige umgestürzte Bäume, die quer über dem Weg liegen, zwangen uns zu extrem steilen und halsbrecherischen Umgehungen der Hindernisse. Eigentlich sollte dieser Weg aus unserer Sicht besser gesperrt werden.

Steiler Abstieg von der Ammerleite zum Kalkofensteg ins Ammertal.

Heute bleiben wir also oben auf dem Berg und gehen zurück zur Weggabelung, wo es direkt zum Schnalzgipfel geht. Wohin das Auge blickt, Berge, Wiesen und ein unvergessliches Panorama. Zurück geht es über Wiesen auf einen Forstweg nach Leithen.

Fazit: Böbing ist eine Reise wert. Ob zur Brombergalm, das Ammertal oder auf den Schnalzgipfel – der Weg ist das Ziel und obendrein gibt´s stets einen tollen Ausblick.