Natur pur auf zwei Rädern

Das Allgäu bietet eine Vielfalt an wunderschönen Wander- und Radwegen. Nach einem verregneten Pfingstwochenende 2016 nehmen wir eine Woche später den Witwe-Bolte-Weg unter die Räder und folgen ihm Richtung Lengenwang.

Ein wolkenloser Himmel und Temperaturen über 20 Grad laden uns am Sonntagmorgen zu einer weiteren Radtour im Allgäu ein. Auf unserer Anreise am Samstagnachmittag haben wir diesmal Marktoberdorf weitläufig umfahren und sind über Rieder und Kohlhunden direkt nach Wald gefahren.

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Von unserem Ausgangspunkt in der Ortsmitte starten wir vorbei an den drei Waldener-Weihern und folgen dem Wanderweg nach Osten. Ruhig und idyllisch liegen die Weiher nahe am Ortsrand. Der größere See ist als Badesee zugänglich.

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Der Weg führt direkt zum Waldrand, ein Stück Richtung Norden und dann durch den Wald nach Süden. Teilweise ist dieser Wanderweg sehr schmal und mit dem Rad nicht einfach zu befahren. Da es die Tage zuvor sehr stark geregnet hat, müssen wir stellenweise durch Matsch und größere Pfützen. Doch bald werden wir für unsere Mühen belohnt und stoßen vor Außerlengenwang auf den Kleeblattweg 4 von Lengenwang.

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Genau vor drei Jahren wurden diese sogenannten Kleeblattwege von der Gemeinde Lengenwang offiziell eingeweiht. Ausgangspunkt dieser vier Themen-Wanderwege ist der restaurierte Bahnhof. Dort wurde auch ein kleiner Ausstellungsraum eingerichtet, der die Geschichte der Bahn rund um Lengenwang widerspiegelt.

Ihren Namen haben die Wanderwege durch die in Kleeblattform verlaufenden Routen. Auf allen dieser vier Touren befinden sich Erlebnisstationen mit speziellen Hinweisen zu den Besonderheiten in der Natur.

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So steht beispielsweise am Witwe-Bolte-Weiher ein Hör-Trichter. Hinsetzen – lauschen – Natur genießen lautet das Motto dieser Station.

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Von Lengenwang folgen wir dem parallel zur Seeger Straße verlaufenden Radweg nach Bethlehem bis Sigratsbold. Dort geht es über den Lobach nach Sulzschneid. Der lange Anstieg ist kräftezehrend und führt vorbei an wunderschönen Wiesen und Feldern.

Dann geht es zurück über Rieder, Heiland, Bertoldshofen, Bidingen bis Tremmelschwang. Dort biegen wir diesmal in der Ortsmitte auf den Waldweg und folgen diesem Richtung Osten.

Lange führt dieser Weg steil bergauf bis wir nach etwa 15 Minuten auf den Dampflokweg stoßen. Wir halten uns links nach Norden und fahren weiter bis Aufkirch. Dann geht es wieder zurück nach Landsberg. Mit rund 130 Kilometern war diese Wochenendrunde besonders eindrucksvoll und hat uns mit viel Sonne und schönen Wegen abseits der üblichen Radrouten belohnt.