Genussradeln zwischen Weinbergen und Apfelplantagen

Mit seinem milden Klima und mehr als 300 Sonntagen im Jahr ist Südtirol ein wahres Paradies für Fahrradfahrer und Wanderer. In unserem Sommerurlaub im August 2018 haben wir zahlreiche Touren mit unseren E-Mountainbikes rund um Meran unter die Räder genommen und uns von der schönen Landschaft verzaubern lassen.

Steiler Aufstieg im Pfossental zu den Eishöfen auf 2017 Meter. Zuerst 20 Prozent Steigung – dann 16 Prozent.

Von unserem Ausgangsort in Verdins starten wir am ersten Tag zu einer Tour nach Bozen. Wie sich herausstellt, erweist sich der Start aus dieser Höhe als durchaus problematisch, um direkt auf die ausgewiesenen Radwege in Meran oder im Passeiertal zu gelangen. Wir versuchen unser Glück über Untertall hinunter Richtung Hirzer Talstation. Doch leider ist der geteerte Weg schon bald zu Ende.

Die Eishöfe im Hintergrund sind bewirtschaftet und immer gut besucht.
Belohnung auf dem Eishof: Tris ist voll im Trend.

Auf einem sehr steilen und rutschigen Steinweg müssen wir unsere Räder rund 500 Meter mit gezogenen Bremsen vorsichtig nach unten befördern. Dann geht es auf einer schmalen Straße weiter bis ganz hinunter ins Passeiertal zur Talstation der Hirzer Seilbahn.

Entlang der Passer führt der Radweg nach Meran.
Auf der Ostseite des Kalterer Sees ist es ruhiger. Im Gasthof Klughammer direkt am See lässt sich vorzüglich speisen und gleich daneben baden.

Entlang der Passer führt ein gut ausgebauter Radweg direkt nach Meran in den Park. Von dort aus führen die Wege ins Vinschgau nach Westen oder Richtung Süden, der Etsch entlang, nach Bozen. Wir starten durch nach Süden. Nach einigen Kilometern kommen wir am Naturbad Gargazon vorbei.

Dampflok direkt am Radweg bei Eppan.

Für unsere nächsten Touren beschließen wir mit dem Auto den Parkplatz des Bades anzusteuern und von dort aus zu starten. Eine gute Entscheidung, wie sich sehr bald herausstellen sollte, denn das Naturbad lädt nach den Anstrengungen zum Schwimmen und Entspannen ein.

Brotzeit beim Hiaslbauer. Eine schöne Käseplatte und ein kühles Bier hoch oben auf dem Taser.

In den beiden Urlaubswochen haben wir zahlreiche Radtouren über Girlan an den Kalterersee bis nach Tramin unternommen. Gut ausgeschildert und befestigt werden diese Wege auch von unzähligen Rennradlern genutzt. Mit den Mountainbikes eröffnen sich immer wieder neue Pfade und Wege zwischen den Weinbergen und Apfelplantagen die unsere Kondition so manches Mal auf die Probe stellen. Mit rund 21 Kilogramm sind die E-Bikes im „Schiebemodus“ eine schweißtreibende Last auf den Geröllpfaden.

Hoch oben über Meran.
Steiler Anstieg hinauf nach Prenn.

Da die Südtiroler mittlerweile die Mountainbiker immer mehr in ihr Touristenprogramm aufgenommen haben, nehmen viele Bergbahnen außerhalb der Stoßzeiten die Bikes mit hinauf. So etwa bei der Hirzer-Bahn, die bis 10 Uhr und dann wieder ab 14 Uhr Räder kostenfrei mit nach oben befördert.

Auf diese Weise konnten wir beispielsweise im Vinschgau den Aschberg bis auf rund 1500 Meter hinauffahren und dann weiter bis zum Vigiljoch radeln. Eine eindrucksvolle und wenig befahrene Route, die den Abschluss unserer Südtirolreise bildete.

Zum Abschluss eine lange Tour vom Vinschgau über das Vigiljoch zurück nach Lana und wieder hinauf nach Verdins.